G'schichdla vom Gerch


16. Nov. 2021
19.00 Uhr
Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst
 
Nach seinem im Vorjahr erschienenen Mundart-Buch über "frängische Weiwer" hat sich Gert Böhm jetzt auch die Mannsbilder vorgeknöpft: "Männer sänn fei scheena Buum" heißt das neue Buch, in dem seine Kultfigur Gerch 50 schräge, aberwitzige Begebenheiten und Erlebnisse aus dem Alltag fränkischer Männer erzählt.
 
Mal ist es eine humorvolle Geburtstagsrede, die ein Vereinsvorstand versehentlich in der Friedhofskapelle bei der Trauerfeier für den verstorbenen Schatzmeister hält, mal geht es um einen Ehemann, der als angeblicher Naturfreund immer dann mit dem Fernglas aus dem Dachfenster die fränkische Fauna und Flora beobachtet, wenn nebenan die hübsche Nachbarin sich "oben ohne" im Garten sonnt. Oder es ist eine Geschichte, in der ein ziemlich naiver Geldanleger einen Flopp mit einer Kupfer-Mine in Nigeria erlebt, die es leider nur auf dem Papier gab (sein fachkundiger Kommentar: "Ich kennd mich heid nuch in Oasch nei beißn"); er investiert deshalb seine Ersparnisse nur noch in Projekte, die er mit eigenen Augen sehen kann - und erwirbt ein Grundstück auf der Vorderseite des Mondes. „Schnerbfl und Daaml, Graudwaafn und Schnarchzabfn“ heißt eine andere Geschichte, in der es um männliche Schimpfnamen geht – und zum „Daablachn“ sind die rätselhaften Erektionen des gealterten Ludwig, der sich in sein „bestes Stück“ ein offensichtlich unkontrollierbares Implantat einsetzen ließ.
 
Die 50 „Gschichdla“ im Buch sind voller Mutterwitz – mal brüllend komisch, mal hintersinnig oder zum Schmunzeln. Immer schaut Gert Böhm tief, aber liebevoll in die fränkische Seele.
 
Seit 1966 schreibt der Journalist und Buchautor Gert Böhm jeden Samstag in der Regionalzeitung „Frankenpost“ unter dem Pseudonym „Gerch“ eine Mundart-Geschichte – rund 3.000 wurden bisher veröffentlicht. Die „Hofer Spaziergänge“ sind die älteste Mundart-Glosse in bayerischen Zeitungen, wahrscheinlich sogar in ganz Deutschland.
 
Gert Böhm stellt sein neues Buch auf einer Lese-Tour in der Region vor und macht dabei auch Station im Erika-Fuchs-Haus.
 
Eintritt frei!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es gelten die tagesaktuellen Corona-Regeln.
 

 

 

Stand der Informationen: 15.11.2021