Stadtrat entscheidet über Planungsvereinbarungen im Rahmen der Bahn-Elektrifizierung


Auch wenn die Elektrifizierung der Strecke von Hof nach Marktredwitz erst in einigen Jahren baulich vollzogen wird, beschäftigt sich der Stadtrat erneut mit diesem Thema.
 
Hintergrund ist, dass die DB-Netz AG nun mit der konkreten Planung der Brücken bei Schwingen, beim Förbauer Weg/Grünen Weg und der Martinlamitzer Straße beginnen will. Hierzu möchte die Bahn eine Planungsvereinbarung zu den jeweiligen Brücken mit der Stadt schließen. Letztlich wird in der Planungsvereinbarung festgehalten, was in Zukunft mit diesen Brücken geschehen soll.
 
Den geringsten Eingriff bedarf es bei der Brücke in der Martinlamitzer Straße. Diese kann erfreulicherweise erhalten bleiben. Hier werden hauptsächlich ein Übersteigschutz und eine Schutz-Erdung ergänzt.
 
Am interessantesten gestaltet sich die Situation bei Schwingen. Die Ursprungsplanung der Bahn hatte hier vorgesehen, die bestehende Brücke im Lamitztal zu ersetzen. Hierbei wären der Stadt Kosten in Höhe von rund 1 Mio. Euro auf Grundlage einer Kostenberechnung aus dem Jahr 2014 entstanden. Durch intensive Verhandlungen mit der Bahn und Einziehung des Bahnübergangs Richtung Schwingen wird nunmehr eine zielführende und für die Stadt finanziell günstige Lösung geplant. So wird der Bahnübergang Richtung Fattigau aufgelöst und die dafür dort vor Ort notwendige Brücke am alten Standort der Brücke errichtet. Dies ist kostengünstiger. Damit der Erschließungsbereich des aufzulassenden Bahnübergangs noch erreicht werden kann, bedarf es letztlich eines Wegebaus dorthin. Bereits durch diese Situation würde sich die Kostenbeteiligung der Stadt deutlich verringern. „Aufgrund einer Gesetzesänderung bei der Finanzierung von Baumaßnahmen an Bahnübergängen wird die Stadt nunmehr hinsichtlich ihres Finanzierungsanteiles sogar freigestellt“, zeigt sich Bürgermeister Baumann erfreut.
 
Die Brücke am Förbauer Weg soll ersatzlos entfallen, wie es bereits in der Bauausschuss-Sitzung Ende August öffentlich diskutiert wurde. Auch hier würde ein Ersatzneubau, selbst nur in der Ausführung als Geh- und Fahrradbrücke, der Stadt rund 1 Mio. Euro kosten.
 
Noch ausstehend ist die Planungsvereinbarung hinsichtlich der Brücke bei der Firma Sandler. Diese unterliegt dem Denkmalschutz. Geht es nach der Bahn, so soll sie beseitigt werden. Die Stadt hingegen setzt sich für den Erhalt ein. „Die notwendige Höhe für die Elektrifizierung kann durch die Tieferlegung des Gleisbettes erreicht werden“, lautet die Forderung des Bürgermeisters.

 

Stand der Informationen: 25.11.2021