Förderoffensive Nordostbayern im Landkreis Hof nimmt Fahrt auf: Alle 27 Gemeinden im Landkreis Hof melden Maßnahmen an


In der Region gibt es zahlreiche, seit Jahren leerstehende Gebäude. Industrie- und Wohngebäude, Gebäude, die nur noch abgerissen werden können und Gebäude, die sinnvollerweise saniert werden sollten. "Wir haben für ein Förderprogramm zur Beseitigung von Leerständen in unserer Region gekämpft", so Landrat Dr. Oliver Bär. Der Freistaat Bayern hat daraufhin Ende vergangenen Jahres die sog. Förderoffensive Nordostbayern ins Leben gerufen, geschaffen für die oberfränkischen Landkreise Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof.

Die Förderoffensive Nordostbayern erfolgt im Rahmen der Städtebauförderung sowie der Dorferneuerung über die Regierung von Oberfranken bzw. das Amt für ländliche Entwicklung. In vier Jahren zwischen 2017 bis 2020 gibt es statt bisher einer 60-prozentigen Förderung nunmehr eine Förderung von 90 Prozent für Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen. Der Freistaat Bayern stellt dafür rund 16,9 Mio. Euro pro Jahr an Finanzhilfen im Zeitraum von 2017 bis 2020 zur Aufstockung der Städtebauförderung in Oberfranken zur Verfügung. Im Bereich der Dorferneuerung gibt es 8 Mio. Euro pro Jahr zusätzliche Mittel für Oberfranken.

„Mit diesem Programm werden die Standortbedingungen für Wohnen und Wirtschaft verbessert, das wertet die gesamte Region auf“, erklärt Klaus Gruber, Wirtschaftsförderer des Landkreises Hof.

Anmeldeschluss für entsprechende Maßnahmen, mit denen 2017 begonnen werden soll, war Ende Februar. „Alle 27 Gemeinden im Landkreis Hof haben Maßnahmen im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern über die Städtebauförderung über die Dorferneuerung angemeldet“, freut sich Landrat Dr. Oliver Bär.

Insgesamt 97 Projekte von 20 Kommunen des Landkreises entfallen auf Projekte im Rahmen der Städtebauförderung, sieben Gemeinden im Landkreis haben Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung (ALE) angemeldet. Die Bandbreite der Maßnahmen ist groß, die Maßnahmen reichen von Grunderwerb über Modernisierung bzw. Sanierung bis hin zu Abrissarbeiten mit anschließendem Neubau. Bei mehr als der Hälfte der Projektanmeldungen geht es auch um Abbruchmaßnahmen ohne anschließendem Neubau.

"Man sieht: der Bedarf ist riesig. Das Programm wird gebraucht", so Landrat Dr. Bär, der eine Aufstockung der Mittel für die nächsten Jahre vorschlägt.

 

Stand der Informationen: 24.08.2017